how to found a women’s museum

this is the blog, where museum’s initiatives can discuss how to found a women’s museum. This is also the place to ask the existing museums how they did it.

Please ask and answer as you want!

One response

11 09 2008
Martha Beery

Hiermit stelle ich vorerst in deutsch (die englische Version folgt noch, wird gerade im Frauenmuseum Meran übersetzt) mein Konzept des frauenmuseum.ch zur Diskussion. Freue mich über eure Kommentare!

Frauenmuseum.ch
Das kleine Museum mit dem grossen Unterschied.

“Die Utopie von heute ist die Realität von morgen.” Corbusier.
Und wann und wo werden die Utopien von Frauen formuliert und veröffentlicht damit sie Realität werden können?

Frauenmuseen spiegeln weibliche Rollenbilder und Situationen des Frauenalltags wider, in politischer, kultureller, künstlerischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht – vergangene und gegenwärtige. Sie erhalten und schaffen Frauenkulturen, beseitigen Vorurteile und tragen zum Respekt gegenüber Frauen bei, auch im Sinne der Wahrung von Menschenrechten. Sie sind Spiegel der Gesellschaft und auch des gesellschaftlichen Wandels in der Welt.
Aus der Resolution des 1. Internationalen Frauenmuseumskongresses, Meran 2008.

Am Freitag den 13. Juni 2008 wurde anlässlich des 1. internationalen Frauenmuseumskongresses der Grundstein für das erste Frauenmuseum in der Schweiz von Martha Beéry-Artho in die Hände der weltweit vernetzten Frauenmuseen gelegt. Dort soll er, wenn ein Standort in der Schweiz gefunden ist, abgeholt werden.

Das Frauenmuseum.ch setzt sich mit der Darstellung der Frau in der schweizerischen Öffentlichkeit und insbesondere auch in den Museen auseinander. Es sorgt dafür, dass die bisherige Situation und die Leistungen der Frauen vermehrt dargestellt werden. Es wirkt dahin, dass die Darstellung der Frauen hinterfragt wird. Es will damit den Blick auf das Frauenbild und die Stellung der Frau in der Schweiz schärfen und dadurch Impulse für eine ausgewogene Gleichstellung geben, in der die frauenspezifischen Bedürfnisse angemessen berücksichtigt werden. Damit leistet es einen besonders wichtigen Beitrag zur Genderfrage.

Das Frauenmuseum.ch will Wirken und Wirkung sowie das Umfeld verschiedenster Frauen und Frauenthemen in und aus der Schweiz sicht- fühl- und hörbar machen. Bei gegebenem Anlass sollen auch Frauenrealitäten aus anderen Staaten, Kulturen oder Religionen gezeigt werden. Dadurch sollen gängige, verinnerlichte, und zu verinnerlichende Frauenbilder bewusst und veränderbar gemacht werden. In diesem Sinn will es einen aktiven Beitrag zur Bewusstmachung der Stellung der Frau in der westlichen Gesellschaft, insbesondere in der Schweiz leisten. Dies um die Identitätsfindung der Frauen zu unterstützen und ein Gegenstück zur kommerziellen Vermittlung von Frauenbildern bilden. Es will die Möglichkeit zu einem bewussten Lernprozess in Bezug auf die Identitätsbildung von Frauen bieten.

Es soll auch ein Ort werden, an dem Utopien von Frauen veröffentlicht werden können.

Es pflegt eine frauenbezogene und dadurch frauenstärkende Sprache.

Das Frauenmuseum.ch wird seine Ziele erreichen durch:

Öffentlichkeitsarbeit
Eine Website soll so bald als möglich aufgeschaltet werden.

Ausstellungen
Vorbereitung und Vermittlung von Ausstellungen die den obgenannten Zielen des Frauenmuseums.ch entsprechen.
Damit kann es auch seine Verbindung mit den international vernetzten Frauenmuseen wirksam machen.

Austausch
Themenbezogenen Austausch mit anderen Museen in der Schweiz.

Realisierung eines Museums
Das Frauenmuseum.ch soll einen Standort mit professioneller weiblicher Leitung und eine zuverlässige Finanzierung und Infrastruktur erhalten um in der Lage zu sein seine Aufgaben mit Kontinuität professionell, systematisch und wissenschaftlich abgestützt zu erfüllen.

Wenn unentgeltliche Arbeit benötigt wird, ist diese nicht nur im ausführenden Bereich, sondern auch auf der inhaltlichen, gestalterischen, definierenden, thematischen, wissenschaftlichen Ebene erwünscht.

Vorgehensplan

Realisierung
Die Realisierung des Frauenmuseum.ch ist in zwei Phasen geplant.

Phase 1
Bekannt werden und damit die Voraussetzungen für Unterstützung durch Frauen, Politik und Sponsoring schaffen.
In dieser ersten Phase sollen die Anliegen des Frauenmuseum.ch bekannt gemacht werden damit eine solide TrägerInnenschaft aus Frauenkreisen, Politik und Wirtschaft gefunden werden kann. Eine Liste mit Vorschlägen liegt bei.

Phase 2
Realisieren des Projekts
Sobald entsprechende Unterstützung zugesagt ist, soll für das Frauenmuseum.ch Infrastruktur, Programm, und Finanzierung erarbeitet und sichergestellt werden.

Denn das Frauenmuseum.ch wünscht sich einen festen Standort, eine zuverlässige Unterstützung vom Staat und dass es ein fester und aktiver Bestandteil der Schweizer-Museumslandschaft wird. Die Geschichte und das Bild der Frau in der Schweiz ist es wert sorgsam und in Zusammenhängen und didaktisch professionell präsentiert zu werden.

Finanzierung
Phase 1
In der ersten Phase ist das Frauenmuseum.ch auf unentgeltliche Projektmitarbeiterinnen angewiesen. Es arbeitet darauf hin, dass die Arbeit bezahlt werden kann. Bis zu diesem Zeitpunkt sucht es auch andere Möglichkeiten den Einsatz entsprechend anzuerkennen. Die Möglichkeiten werden jeweils vor dem Einsatz besprochen.

Phase 2
Um das Ziel einer langfristigen Finanzierung und die Infrastruktur eines Museumsbetriebes sicherzustellen gründet es eine Expertinnengruppe.

Das Frauenmuseum.ch hofft sehr auf die ideelle und finanzielle und Unterstützung aus allen Frauenkreisen.

Projekte Phase 1
Folgende Projekte können das Frauenmuseum.ch bekannt machen.
Die Reihenfolge der Durchführung richtet sich nach der Unterstützung, die die Ideen erhalten und dadurch die Realisierung erleichtern.

Website
So bald als möglich soll eine Website aufgeschaltet werden.

Ausstellungen
Wanderausstellung: „Nehmen Sie Platz Madame“.
Der Zwischenstand auf dem Weg zur Gleichstellung der Frauen in der Schweiz wird aufgezeigt. Ziel: die Situation darstellen, das Frauenmuseum.ch bekannt machen und den Wunsch nach einem Standort begründen. Diese Ausstellung wird zurzeit von Martha Beéry-Artho entwickelt. Es handelt sich im weitesten Sinn um Stühle, Bänke, Sitzgelegenheiten, die in Bezug zu verschiedenen Themen der Stellung und Gleichstellung gezeigt werden sollen.

Ausstellungen anderer Frauenmuseen
Ausstellungen der Womeninmuseum.org
Das Frauenmuseum.ch versucht Ausstellungen anderer Frauenmuseen und gemeinsame Ausstellungen der Womeninmuseum.org in der Schweiz zu zeigen. Dies schon bevor es über eigene Ausstellungsräume verfügt.
Es nimmt an den gemeinsamen Ausstellungen teil.

Kontakte
Das Frauenmuseum.ch pflegt Kontakt und Austausch mit anderen Museen.

Frauenmuseen
Durch seine internationale Vernetzung mit anderen Frauenmuseen ist der Kontakt gegeben. Das Frauenmuseum.ch nimmt bereits jetzt aktiv an der Vernetzung teil.

Museen in der Schweiz
Das Frauenmuseum.ch setzt sich mit der Darstellung von Frauen in den anderen Museen in der Schweiz auseinander. Es besucht diese mit der „voreingenommenen“ Fragestellung: wie werden Frauen dargestellt und von wem? Wo fehlen Frauen und warum? Wenn gegeben, nimmt es Kontakt mit der Museumsleitung auf.
Es macht auf besonders gute Beispiele aufmerksam.
Es kann auch versuchen den Einbezug von frauenspezifischen Gesichtspunkten in anderen Museen in der Schweiz anzuregen.
Dadurch hofft das Frauenmuseum.ch Anregungen in Bezug auf die Darstellung von Frauen in die herkömmlichen Museen einzubringen und damit die Synergien zu nutzen.

Eggersriet, im August 2008
Martha Beéry
Säntisstrasse 1
9034 Eggersriet
m.beery@sunrise.ch

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